Vernissage der Ausstellung „Menschenrechte für Alle“ an der Mozartschule Schwäbisch Gmünd
01.07.2026 - 30.09.2026
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Demokratiebildung an der Grund- und Gemeinschaftsschule Mozartschule Schwäbisch Gmünd wurde die Wanderausstellung „Menschenrechte für Alle“ der Partnerschaft für Demokratie Ostalbkreis feierlich eröffnet. Rund 150 Schülerinnen und Schüler nahmen an der Vernissage teil und setzten sich gemeinsam mit den Gästen intensiv mit den Themen Menschenrechte, Vielfalt und Diskriminierung auseinander.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvolle Fotoporträts von Menschen aus dem Ostalbkreis, die aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung Diskriminierung erfahren haben. Mit ihren persönlichen Zitaten machen die Porträtierten sichtbar, wie Ausgrenzung erlebt wird und warum gegenseitiger Respekt, Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt für eine demokratische Gemeinschaft unverzichtbar sind.
Nach der Begrüßung durch Lehrer Sebastian Fritz führte Gerburg Maria Müller durch das Programm. In ihrer Einführung erläuterte sie die Bedeutung der Menschenrechte und Grundrechte sowie deren zentrale Rolle für Demokratie, Freiheit und ein respektvolles Zusammenleben. Dabei wurde deutlich, dass Menschenrechte nicht selbstverständlich sind, sondern jeden Tag neu geschützt und gelebt werden müssen.
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung waren die persönlichen Beiträge von Dario Thiem, Lisa Grimmbacher und Zeynel Alkis, die selbst Teil der Ausstellung sind. Offen und authentisch berichteten sie von ihren eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung und Ausgrenzung sowie von den Geschichten hinter ihren ausgestellten Porträts. Ihre persönlichen Perspektiven machten die Ausstellung für die Schülerinnen und Schüler besonders greifbar und eröffneten einen direkten Zugang zu Themen wie Vielfalt, Identität und gesellschaftlicher Teilhabe.
Im Anschluss entwickelte sich eine intensive und lebendige Fragerunde. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich mit großem Interesse und stellten zahlreiche Fragen zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Themen. Im Mittelpunkt standen unter anderem Freiheit, Menschenrechte, kulturelle Sensibilität, Diskriminierung, Vorurteile, Identität, Religion, Vielfalt und gegenseitiger Respekt. Viele Jugendliche berichteten zudem von eigenen Erfahrungen mit Ausgrenzung oder Benachteiligung und brachten ihre Gedanken und Perspektiven in den Austausch ein.
Die Offenheit aller Beteiligten schuf eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der unterschiedliche Meinungen respektvoll diskutiert werden konnten. Der Dialog zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Begegnungen mit Menschen sind, die ihre persönlichen Erfahrungen teilen und damit demokratische Werte erfahrbar machen. Gerade solche Gespräche fördern Empathie, Perspektivwechsel und die Bereitschaft, Verantwortung für ein respektvolles Miteinander zu übernehmen.
Die Vernissage machte deutlich, dass Demokratiebildung weit über die Vermittlung theoretischen Wissens hinausgeht. Sie lebt von Begegnungen, persönlichem Austausch und der Bereitschaft, zuzuhören, Fragen zu stellen und unterschiedliche Lebensrealitäten kennenzulernen. Die Ausstellung „Menschenrechte für Alle“ schafft hierfür einen wichtigen Raum und trägt dazu bei, das Bewusstsein für Menschenrechte und demokratische Werte nachhaltig zu stärken.
